Spencer

© DCM
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Kinostart: 13.01.2022 |

Weihnachten 1991 verbringt die britische Königsfamilie auf dem Landgut Sandringham, doch für Prinzessin Diana, deren Ehe mit Charles längst nur noch eine Fassade ist und die an Bulimie leidet, wird diese Zusammenkunft zu einer Qual, denn zunehmend gerät sie in Konflikt mit den steifen Traditionen der Royals, die um jeden Preis aufrecht erhalten werden sollen, und so reift schließlich in ihr die Entscheidung, aus diesem Korsett auszubrechen und einfach nur wieder Diana Spencer zu sein…

Kritik:
Der chilenische Regisseur Pablo Larraín, der zuvor schon JFKs Witwe Jackie porträtiert hat, lässt hier keinen Zweifel, wem seine Sympathie gehört, und deshalb erzählt er das Geschehen knapp sechs Jahre vor ihrem Tod konsequent aus der Sicht von Diana und setzt ihre Gemütslage manchmal vielleicht in etwas theaterhaft inszenierte, aber immer stimmige Szenen um, die ohne jeden historischen Anspruch einfach nur die Perspektive einer gequälten Seele zeigen, die unter den sie umgebenden Traditionen leidet, die so kalt sind wie der fast schon fühlbare englische Landnebel, und so macht er (hervorragend gefilmt, bis in die kleinste Rolle toll besetzt und mit einem faszinierenden Score unterlegt) den Zuschauer zum Mitverschworenen jener tragischen Figur Lady Diana Spencer – was nur durch eine Kristen Stewart funktioniert, die hier eine starke Präsenz und eine überraschende Intensität auf die Leinwand bringt.

 

Originaltitel: Spencer

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  • Wertung
4