Miles Davis – Birth of the Cool

© Piece of Magic Entertainment
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Kinostart: 02.01.2020 |

Der 1991 verstorbene Trompeter und Bandleader Miles Davis hat 40 Jahre lang die Entwicklung des Jazz geprägt – und diese Dokumentation zeigt nicht nur seinen Weg von den frühen Bebop-Zeiten bis hin zur Erfindung des elektrifizierten Fusion-Jazz auf, sondern versucht, hinter dem musikalischen Genie auch das Geheimnis seiner schillernden und schwierigen Persönlichkeit zu klären.

Kritik:
Regisseur und Emmy-Preisträger Stanley Nelson schafft das Kunststück, zum einen Miles Davis‘ Musik zu feiern und etwa die Entstehungsgeschichte der legendären Filmmusik für Truffauts „Fahrstuhl zum Schafott“ zu erzählen, die musikalische Genialität und Schönheit eines Meisterwerkes wie „Kind of Blue“ aufzuzeigen oder dem Zuschauer die Innovationskraft eines Albums wie „Bitches Brew“ näher zu bringen, zum anderen all diese Schaffensphasen dabei ganz leicht und ohne zu dozieren in den kulturellen und gesellschaftlichen Kontext der jeweiligen Zeit zu setzen – und schließlich parallel dazu auch noch all die Zwiebelschalen freizulegen, aus denen die Person Miles Davis bestand: seine Eleganz, seine emotionale Zerrissenheit, seine Wut und Verzweiflung angesichts einer bigotten US-Gesellschaft, seine destruktiven Dämonen und seine sich trotz aller Krisen immer wieder neu erfindende, Konventionen sprengende Schaffenskraft.

Originaltitel: Miles Davis: Birth of the Cool

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  • Wertung
4