We Are All Detroit – Vom Bleiben und Verschwinden

© Real Fiction
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Kinostart: 12.05.2022 |

Die Dokumentation begleitet über mehrere Jahre Menschen in Detroit und Bochum – zwei Städten, die gleichermaßen durch die Automobilindustrie geprägt waren und von derem Exodus schwer getroffen wurden – und zeigt, wie sie nach dem Verlust ihrer Existenzen versuchen, sich mit dem aufkeimenden Strukturwandel ihrer Regionen zu arrangieren…

Kritik:
Struktur und roter Faden des knapp zweistündigen Films von Ulrike Franke und Michael Loeken, die hier vollständig auf eigene Off-Kommentare (etwa zu den Mechanismen des Kapitalismus, dem Missmanagement von General Motors oder den Entscheidungen der Politik) verzichten, franst zum Ende hin etwas aus, aber die Portraits der schwer gebeutelten und dennoch immer optimistischen Menschen (besonders in Detroit) beeindrucken und erzeugen manchmal auch jene emotionalen Momente, die erst die realen Folgen gravierender Reissbrettentscheidungen von Industrie und Politik fassbar machen – und diese menschlichen Augenblicke hätten in den langen Strecken aus Bildern des Niedergangs von Industrie und urbanem Leben durchaus noch mehr im Mittelpunkt stehen können.

Originaltitel: We Are All Detroit – Vom Bleiben und Verschwinden

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  • Wertung
3