Helden der Wahrscheinlichkeit – Riders of Justice

© Neue Visionen/Splendid Film
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Kinostart: 23.09.2021 |

Nachdem seine Frau bei einem Zugunglück ums Leben gekommen ist, kehrt der wortkarge Berufssoldat Markus nach Dänemark zu seiner Tochter Mathilde zurück, doch als bei ihm der Unfallzeuge und Mathematiker Otto auftaucht und ihm erklärt, dass nach seinen Berechnungen alle Wahrscheinlichkeit gegen einen Zufall als Unglücksursache und für die Verwicklung einer lokalen Rockergruppe spricht, begibt sich der an Gewaltlösungen gewohnte Markus gemeinsam mit Otto und dessen zwei schrägen Hacker-Freunden Lennart und Emmenthaler auf einen fatalen Pfad von Selbstjustiz…

Kritik:
Der dänische Regisseur und Oscar-Preisträger Anders Thomas Jensen ist ein Meister seines Faches, der hier weder einen ordinären Thriller, noch eine dieser typisch skandinavischen Komödienklamotten gedreht hat, sondern diesen (durchaus hochspannenden) Plot einzig und allein dazu benutzt, um bei seinen „Helden“, die allesamt nicht an Schicksal glauben können oder wollen, die tiefen seelischen Verknotungen herauszuarbeiten und sie dann in diesem (durchaus komischen) Strudel von tragisch verketteten Ereignissen einer kathartischen Befreiung entgegenzuführen – und deshalb auch beim Zuschauer mehr weckt als Unterhaltung und Gelächter, sondern vielmehr tiefe Empathie für jede einzelne Figur dieser „zufällig“ zusammengewürfelten Schicksalsgemeinsschaft.

Originaltitel: Retfærdighedens ryttere

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  • Wertung
5