Werk ohne Autor

© Disney
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Kinostart: 03.10.2018
Free-TV-Premiere: 28.12.2020 (ARD)
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Kurt Barnert, der als Kind noch das Nazi-Regime erlebt hat, beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg in der DDR ein Kunststudium und lernt dort seine große Liebe und spätere Ehefrau Elisabeth kennen, deren Vater Antonius, ein Medizin-Professor, von der Beziehung aber nicht angetan ist, doch erst als Kurt und Elisabeth in den Westen geflohen sind und Kurt an der Kunstakademie in Düsseldorf nach und nach zu seinem eigenen Stil findet, kommt er dabei (ohne es zu wissen) auch den ungeheuerlichen Taten seines Schwiegervaters näher, die auf fatale Weise mit Kurts eigener Familiengeschichte verknüpft sind…

Kritik:
Nach dem überflüssigen Hollywood-Ausflug „The Tourist“ hat sich Donnersmarck mit der frei nacherzählten Biografie des deutschen Malers Gerhard Richter endlich wieder (wie schon mit seinem Oscar-Gewinner „Das Leben der Anderen“) auf sein echtes Talent verlassen: Er widmet sich mit „Werk ohne Autor“ seinem alten Thema der Untersuchung der gegensätzlichen Wirkungskräfte von Wahrheit und Lüge und lässt die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts durch die Schilderung ganz persönlicher Werdegänge schonungslos lebendig werden – was zwar mit einigen hollywoodfreundlichen, konservativen Klischees (Oscar-Kandidat!) einhergeht, aber auch eine emotionale Wucht entwickelt, die schonungslos packt – und das noch länger als die drei Stunden, die der Film auf der Leinwand läuft.

Originaltitel: Werk ohne Autor

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