Nomadland

© 2020 Searchlight Pictures
© 2020 Searchlight Pictures

Kinostart: 01.07.2021 |

Nachdem sie erst ihren Mann verloren hat und schließlich ihr ganzer Heimatort in Nevada wirtschaftlich zusammengebrochen ist, kauft sich die nicht mehr ganz junge Fern einen Van, beginnt ein Leben als Saisonarbeiterin „on the road“ und lernt schon bald eine starke Gemeinschaft anderer Nomaden kennen, die ihr nicht nur in ihrem neuen Alltag mit praktischen Tipps beistehen, sondern auch zu Freunden werden und Fern bei der Beantwortung einiger essentieller Lebensfragen helfen, denen sie sich stellen muss…

Kritik:
Die in den USA lebende chinesische Regisseurin Chloé Zhao schafft es mit ihrem Oscar-Abräumer (Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin Frances McDormand), das Portrait einer starken Frau, die sich in einer Welt des zerfallenden amerikanischen Traums Verlust und Veränderung stellen muss, einzubetten in eine Untersuchung der grundlegenden Frage danach, was eigentlich menschliches Glück ist, und ihre fast dokumentarische Exkursion in die Szene der motorisierten Nomaden (in denen reale Protagonisten dieser Szene wie etwa der kapitalismuskritische Bob Wells auftauchen) zu einem Psychogramm der US-amerikanischen Seele zu machen, die mit ihrer Siedler-DNA seit jeher geprägt ist von den inneren Widersprüchen zwischen kollektiver Heimatsuche und individuellem Freiheitsdrang, zwischen Non-Konformismus und Wagenburg-Solidarität.

Originaltitel: Nomadland

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  • Wertung
5