In der Nacht des 12.

© Ascot Elite Entertainment & 24 Bilder
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Kinostart: 12.01.2023 |

Nachdem die junge Clara nachts in einem kleinen Ort in der Nähe von Grenoble mit Benzin übergossen wird und bei lebendigem Leib verbrannt ist, stürzt sich der neue Leiter der Kripo Yohan mit seinem Kollegen Marceau in die Aufklärung des Mordfalles, der für ihn zunehmend zu einer persönlichen Obsession wird, aber all seine Entschlossenheit und Zähigkeit bringen ihn der Überführung des Täters nicht näher, sondern fördern nur die deprimierenden Details aus Claras Beziehungsleben und die Ressentiments und Spannungen unter Yohans Kollegen zu Tage und es droht einer dieser Fälle zu werden, die nie gelöst werden und einen zeitlebens verfolgen…

Kritik:
Der französische Regisseur Dominik Moll hat den auf einem wahren Fall beruhenden Mord als Grundlage für einen Film genommen, der von Minute zu Minute einen stärkeren Sog erzeugt, in dem es dabei aber nicht einfach um die spannungsgeladene Aufklärung eines Verbrechens geht, sondern der vor allem das Psychogramm zweier Polizeibeamter ist, die ganz unterschiedlich auf die Kaputtheit um sie herum reagieren, auf eine Welt, in der „was nicht stimmt zwischen Frauen und Männern“, in der jeder der männlichen Verdächtigen durch Brutalität, Zynismus, Egoismus oder Gleichgültigkeit auf seine Weise Clara zum Opfer gemacht hat – doch Molls Film ist kein aussichtsloser „film noir“, sondern er macht am Ende auch durch zwei starke Frauenfiguren Hoffnung auf Veränderung, auf das Ende einer Männerwelt, in der nur die Verrückten Empathie zeigen können.

Originaltitel: La nuit du 12

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  • Wertung
4