Evolution

© 2021 Port au Prince Pictures
© 2021 Port au Prince Pictures

Kinostart: 25.08.2022 |

In drei zeitlich getrennten Episoden erzählt der Film von drei Generationen einer jüdisch-ungarischen Familie – angefangen mit der wundersamen Entdeckung der kleinen Éva als Überlebender des Holocaust in einer Gaskammer in Auschwitz, über eine Jahrzehnte später stattfindende Diskussion kurz vor ihrem Tod in ihrer Budapester Wohnung mit ihrer Tochter Léna, die für einen Neuanfang und eine Entschädigung Dokumente von Évas Mutter sucht, die ihre jüdische Herkunft belegen, bis hin zu Évas Enkel Jónás, der im heutigen Berlin seine Identität als Jude, wegen der er an der Schule gemobbt wird, hasst und sich in die junge Muslimin Yasmin verliebt…

Kritik:
Regisseur Kornél Mundruczó und seine Partnerin und Drehbuch-Autorin Kata Wéber muten dem Zuschauer einiges zu, denn sie machen das Trauma der Judenvernichtung und seine sich durch persönliche Lebensläufe durchziehenden Folgen beklemmend nachfühlbar, aber sie zeigen eben auch eine Evolution auf, denn jeder Teil ihres Triptychons – großartig in lange, schnittlose Einstellungen von Kameramann Yorick Le Saux (Little Women) in Szene gesetzt – endet mit einer ebenso überraschenden wie ergreifenden, teilweise surrealen Katharsis, als hätte sich das Leben selbst von Generation zu Generation selbst Bahn gebrochen durch all die unfassbaren Schichten von Leid.

Originaltitel: Evolution

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  • Wertung
4